Hotline (24 Stunden) 040/72 10 66 72

Unsere Hotline

Hotliner 2015

Das Besondere an unserer Hotline ist, dass sie rund um die Uhr persönlich besetzt ist. Es ist also immer jemand zu erreichen.

In manchen Situationen ist genau das sehr wichtig!

Die Anrufe kommen nicht nur aus dem Bezirk Bergedorf und Umgebung sondern aus ganz Deutschland. Die meisten Anrufer entnehmen unsere Telefonnummer dem Internet, also unserer Homepage oder anderen Eintragungen dort.

An den Wochenenden erreichen uns sehr viele Anrufe. Scheinbar haben die meisten Menschen dann die Zeit und Muße ihren Anliegen Raum zu geben und Auskünfte einzuholen. Wichtige Aspekte der Hotline sind zum Beispiel im Gespräch Mut zu machen, zu trösten oder einfach nur zuzuhören. Eben Emotionen aufzufangen.

Auch kompetente Informationen zu Pflegeheimen, stationären Hospizen, Palliativstationen, der Rolle des Hausarztes, dem Prozedere einer Aufnahme des Kranken in ein Hospiz sowie der Kostenübernahme dieses Aufenthaltes gehören in den Aufgabenbereich der Hotline.

Was geschieht zum Beispiel wenn ein schwerkranker Mensch aus dem Krankenhaus entlassen wird, weil man dort nichts mehr für ihn tun kann? Hier ist der kompetente Rat am dringlichsten.

Was ist, wenn der Patient zu Hause nicht versorgt werden kann? Immer wieder stehen auch die zu erwartenden Kosten im Mittelpunkt der Gespräche.

Im Hinblick auf unseren Verein wird oft danach gefragt, was eine Begleiterin / ein Begleiter denn leisten kann und was diese Unterstützung kostet.

Da unsere HotlinerInnen zu all diesen Fragen kompetente Auskünfte geben können und in adäquater Gesprächsführung geübt sind, ist dieser Teil unserer ehrenamtlichen Tätigkeit ebenfalls ein besonders wichtiger Teil. Auch hier konnten wir schon vielen Menschen konkret helfen und beistehen.

Sowohl die Beratung als auch die Begleitung sind kostenlos!

Erfahrungen aus dem Jahr 2011

Bei meinen Telefonaten mit verschiedenen Anrufern habe ich erfahren, wie gut und wichtig unsere ständige persönliche Bereitschaft ist, mit Menschen, die in Not sind, zu jeder Stunde des Tages persönlich zu sprechen.

Von zwei Beispielen möchte ich kurz berichten:
1.
Am Dienstag, dem 14. Januar, erhielt ich nachts gegen 1 Uhr den Anruf einer weinenden jungen Frau aus Bremen, die unsere Telefonnummer aus dem Internet hatte. Sie habe erfahren, dass ein Freund mit 21 Jahren in einem Hamburger Hospiz gestorben sei. Er war an Mukoviszidose erkrankt.
Nun wollte die junge Frau wissen, in welchem Hospiz der Freund gestorben ist. Sie hatte bereits einige Hospize angerufen und jeweils nur einen Anrufbeantworter erreicht.
Ich konnte ihr nur noch das Kinderhospiz „Sternenbrücke“ nennen und habe mehrere Minuten mit ihr gesprochen. Am Ende bedankte sie sich noch für mein Zuhören.
Ungefähr eine Stunde später rief die junge Frau noch einmal an: Der Freund war tatsächlich im Kinderhospiz „Sternenbrücke“ gestorben! Es folgte noch eine längere Unterhaltung über ihre Ängste und Empfindungen.
Am Ende des Gespräches hatte ich das Gefühl, dass sie ruhiger und zuversichtlicher geworden war. Und sie bedankte sich wieder dafür, dass eine Person ihr zugehört hatte.
2.
Einen weiteren Anruf als Hotlinerin erhielt ich am Donnerstag, dem 6. Januar, kurz vor 9 Uhr. Ein Herr aus Niedersachsen hatte unsere Telefonnummer ebenfalls aus dem Internet. Seine sterbenskranke Mutter würde am gleichen Tag aus dem Krankenhaus entlassen, und zwar nach Hause in den Bereich Bergedorf. Er bat um Informationen, an wen er sich wenden könnte, denn im Krankenhaus hätte man ihm keinerlei Informationen darüber gegeben, wie es nun weitergehen sollte. Ein Hausarztbesuch war für den Nachmittag geplant. Das Gespräch soll fortgesetzt werden, wenn eine Begleitung durch uns gewünscht wird oder wenn der Herr weitere Informationen benötigt.
Auch hier hatte ich das Gefühl, mit meinem Gesprächsangebot einem Menschen geholfen zu haben.

Diese ehrenamtliche Tätigkeit erlebe ich als sehr nützlich und hilfreich und das bereichert auch mich selber.