Hotline (24 Stunden) 040/72 10 66 72

Erfahrungsbericht III

Kleiner Rückblick einer Begleiterin

Seit etwa 7 Jahren darf ich sterbenskranke Menschen begleiten.

Am Anfang stand eine halbjährige Ausbildung mit anschließendem Praktikum, ein ganz wichtiges Fundament für die folgenden Hospiz-Einsätze. Schon der Austausch in der Gruppe, das gemeinsame Lernen machten Freude und halfen, die eigene Unsicherheit zu überwinden, die sich z.B. in der Frage ausdrückt: „Wie kann meine Begleitung für den Kranken wirrklich eine Hilfe sein?“

Dazu kam bei mir der Wunsch, die Angehörigen der Kranken zu entlasten, weil bei der häuslichen Pflege rund um die Uhr ein Stück freie Zeit dringend nötig ist.

Zurückblickend hoffe ich, dass mir diese Entlastung manchmal gelungen ist. Ich habe viel Vertrauen erfahren, für das ich sehr dankbar bin. – Es gab schöne Gespräche, einfach nur stilles Dasein, Spaziergänge, Vorlesen, kleine Wünsche erfüllen. Manche Begleitungen begannen als Besuchsdienst wurden intensiver und länger, je nachdem, wie die Krankheit fortschritt. So ergaben sich sehr unterschiedliche Längen der Begleitung: von einem Jahr, vier Wochen oder nur drei Tage.

Es gab Freude und Traurigkeit, Abschied und Tränen – so verschieden, wie auch die Manschen und ihre Krankheiten waren.

Ich freue mich, wenn ich auch in der kommenden Zeit Kranken und ihren Angehörigen eine Hilfe sein darf.