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Erfahrungsberichte

Eine Begleitung und der Auszug aus der Danksagung der Tochter einer Dame, die durch uns begleitet wurde:

6 Monate begleitete ich die krebskranke Frau, die um wenige Jahre jünger war, als ich. Zunächst konnten wir noch winterliche Spaziergänge machen, bei denen sich Schritt für Schritt ein schicksalhaftes Leben vor mir aufblätterte. Lange Zeit nutzte sie alle ihr zur Verfügung stehende Kraft, um die Hoffnung auf Genesung aufrecht zu erhalten.
Begleitung in dieser Zeit bedeutete für mich, diese Hoffnung mit zu tragen, und dennoch das nahende Lebensende nicht zu verschweigen.
Dann kam die zunehmende Müdigkeit und damit auch das Schwinden der Hoffnung. Ohne es wirklich auszusprechen, nahm die Kranke Abschied – von einem nach dem anderen.
Ihr sehnlichster Wunsch, zu Hause zu sterben, konnte ihr nicht erfüllt werden. Sie starb in geborgener Wärme des Auxilium Hospizes in Geesthacht innerhalb von drei Tagen. Ihre Kinder konnten sie dort begleiten, befreit von der Rund-um-die-Uhr-Pflege der letzten Wochen.
Für mich bedeutete das wachsende gegenseitige Vertrauen mit der Kranken ebenso, wie mit ihrer Tochter einen großen Reichtum. Wir durften die letzte Wegstrecke der Kranken in enger Verbundenheit, Trauer – und auch Freude gehen.

„In den vergangenen Wochen vor und nach dem Tode unserer Mutter und Schwiegermutter… haben wir großartige Hilfe und Unterstützung von vielen Menschen bekommen. Uns wurden Türen geöffnet und wir wurden ermutigt, hindurch zu gehen. Mit dieser Hilfe konnten wir unsere Mutter bis zuletzt begleiten und auf ihrem letzten Weg unterstützen. Sie selbst konnte sich anvertrauen, annehmen und sich anlehnen. Diese Hilfe und Unterstützung war in dieser schweren letzten Krankheitsphase so wichtig für sie.“